Vortragsankündigung: Fear and Loathing Across Party Lines: The Polarization of America

Am 3. Juni wird Shanto Iyengar von der Universität Stanford im Rahmen des Institutskolloquiums um 18:00 Uhr (s.t.) einen Vortrag mit dem Titel "Fear and Loathing Across Party Lines: The Polarization of America" halten. Der Vortrag wird im Raum P 110 gehalten und steht allen Interessierten offen. Der Bereich Empirische Politikforschung freut sich auf viele Besucher.

Abstract: Fear and Loathing Across Party Lines: The Polarization of America
When defined in terms of social identity and affect toward copartisans and opposing partisans, the polarization of the American electorate has dramatically increased. We document the scope and consequences of affective polarization of partisans using implicit, explicit and behavioral indicators. Our evidence demonstrates that hostile feelings for the opposing party are ingrained or automatic in voters€™ minds, and that affective polarization based on party is just as strong as polarization based on race. We further show that party cues exert powerful effects on nonpolitical judgments and behaviors.
Partisans discriminate against opposing partisans, and do so to a degree that exceeds discrimination based on race. We note that the willingness of partisans to display open animus for opposing partisans can be attributed to the absence of norms governing the expression of negative sentiment and that increased partisan affect provides an incentive for elites to engage in confrontation rather than cooperation.

Publiziert am: 20. Mai 2014. Abgelegt unter Allgemein

Medienbeiträge zu den Kommunal- und Europawahlen

SWR_TF Europa- und die Kommunalwahlen rücken immer näher – und damit rücken diese Ereignisse (endlich) auch in den Medien und der öffentlichen Diskussionen stärker in den Vordergrund. Auch wir im Bereich „Empirische Politikforschung“ begleiten diese Ereignisse aus wissenschaftlicher Perspektive: Welchen Einfluss haben die erstmals stattfindenden TV-Debatten? Welche Implikationen hat die sinkende Wahlbeteiligung? Wie lässt sich dieser begegnen? Über die Ergebnisse der Forschung berichtete Thorsten Faas in den vergangenen Tagen in mehrere Medienauftritten. Dabei waren ein Rundfunkbeitrag im SWR-Forum (SWR2, 13.5.) mit dem Titel "Protest und Plattitüden – Vor welcher Wahl steht Europa?" sowie ein Fernsehinterview in der Sendung "zur Sache Rheinland-Pfalz" vom 15.5.2014 (SWR).

Beide Beiträge können auch noch einmal auf den jeweiligen Websites der Sendung nachgehört beziehungsweise nachgelesen werden:

Publiziert am: 19. Mai 2014. Abgelegt unter Medien

Live-Experiment zur TV-Debatte

tvduellIm Rahmen eines Live-Experiments hat der Bereich Empirische Politikforschung am vergangenen Donnerstag Wahrnehmungen und Wirkungen der TV-Debatte zwischen den Spitzenkandidaten der Europawahl untersucht. 36 Studierende nahmen an der Untersuchung teil und verfolgten das Fernsehduell live vor Ort. Das Projekt ist ein Teil eines europäischen Vergleichs – überall in Europa saßen an diesem Studierende und haben die Debatte verfolgt! Während der Debatte konnten die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Echtzeit bewerten, was Schulz, Juncker, Verhofstadt, Keller und Tsipras sagten. Ergebnisse gibt es in Kürze!

Hinweis: Statistik I für Studierende im BEd

Mit Beginn des Sommersemesters 2014 ist für Studierende des BEd die Belegung der Übung zu Statistik I nicht mehr vorgesehen (und aus Kapazitätsgründen auch nicht möglich). Studierende des BEd erhalten ebenfalls mit Beginn des Sommersemesters 2014 eine eigene, ausschließlich auf die Inhalte der Vorlesung zugeschnittene Klausur, bei der theoretische Aspekte im Vordergrund stehen, Berechnungsaufgaben dagegen nur am Rande vorkommen.

Publiziert am: 15. Mai 2014. Abgelegt unter Lehre

Übungen Statistik I KW 20

Aus organisatorischen Gründen fallen in dieser Woche (KW20, 12.05. bis 18.05.2014) alle Übungen zu Statistik I aus. Die Vorlesung Statistik I ist hiervon nicht betroffen.

Publiziert am: 12. Mai 2014. Abgelegt unter Lehre

Neue Publikation: Framing und Framing-Effekte im Kontext der OPEL-Rettung

FramingBei politischen Auseinandersetzungen geht es nur selten darum, Gegner von den eigenen Argumenten vollends zu überzeugen, so dass sie diese am Ende gar übernehmen. Stattdessen sind die eingesetzten Strategien häufig subtiler. Es wird versucht, bestimmte Aspekte, Facetten oder Dimensionen in den Vordergrund zu rücken, andere dagegen an den Rand zu schieben, um so den Gegenstand der Auseinandersetzung insgesamt in ein anderes Licht zu rücken. So auch bei der Diskussion um die Opel-Rettung 2009. Dennoch stellt sich die Frage, worum es bei dem Konflikt tatsächlich ging? Ging es in erster Linie um den Erhalt von Arbeitsplätzen an den Standorten? Ging es darum, einen weiteren Misserfolg – ähnlich wie Jahre zuvor bei der Holzmann-”Rettung” – zu verhindern? Oder um die Verschwendung von Steuergeldern? All das sind mögliche Deutungen rund um die OPEL-Rettung. Wer sich mit seinem Deutungsangebot durchsetzt, der bestimmt auch, wie die mögliche OPEL-Rettung insgesamt gesehen wird, so zumindest die These der Framing-Forschung.

Basierend auf einem Online-Experiment gehen Thorsten Faas und Harald Schoen in einem gerade erschienenen Beitrag der Frage nach, ob es dafür tatsächlich Hinweise gibt:

  • Thorsten Faas, Harald Schoen: Staatshilfe für Opel? Eine Analyse von Framing-Effekten auf der Basis eines Online-Experiments, in: Frank Marcinkowski (Hrsg.): Framing als politischer Prozess. Beiträge zum Deutungskampf in der politischen Kommunikation, Baden-Baden: Nomos 2014, S. 179–194.