„Das Öl des 21. Jahrhunderts sind Daten“

Im Rahmen der Vorlesung „Statistik I“ von Thorsten Faas war gestern der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit in Rheinland-Pfalz, Edgar Wagner, zum Thema „Datenschutz in Zeiten von Facebook und Snowden“ zu Gast.

2014-06-24 20 31 29Seine Funktion ist es, den Datenschutz sowohl im staatlichen Bereich als auch im privatwirtschaftlichen Bereich zu gewährleisten. „Es muss auch in einer digitalisierten Welt möglich sein zu vergessen“, so Wagner. Gerade dies sieht er aber gefährdet, wenn Daten zunehmend zu einem mächtigen Wirtschaftsfaktor werden. Gern sehe er einen „europäischen Weg“ im amerikanisch geprägten Internet, wie ihn zum Beispiel Frank Schirrmacher vorgeschlagen habe, weiß aber auch, dass es bis dahin noch ein langer Weg ist.

Im Anschluss an seinen Vortrag stellte sich Wagner den Fragen des interessierten Auditoriums, das zum Beispiel wissen wollte, wie aus Wagners Sicht ein Studium an der JGU möglich sein soll ohne Datenspuren im Netz zu hinterlassen. Andere wollten wissen, wie Wagner und seine Mitarbeiter gerade die nachwachsende Generation für das Thema Datenschutz sensibilisieren oder worin sich die immensen Summen bemessen, die Firmen bereit sind für digitale Nutzerdaten zu zahlen.

Publikation: Wahlkämpfe im Miniaturformat

iwpTV-Duelle nach amerikanischem Format gibt es in Deutschland seit 2002, als sich Gerhard Schröder und Edmund Stoiber zu zwei Duellen trafen. In der Zwischenzeit sind solche Duelle zu einem festen Bestandteil von Wahlkämpfen geworden.

In ihrem nun in der Zeitschrift “Information. Wissenschaft & Praxis” erschienenen Beitrag analysieren Thorsten Faas und Jürgen Maier, warum Fernsehdebatten bei den beteiligten Akteuren, den übertragenden Medien, den zuschauenden Bürgerinnen und Bürgern, aber auch der Wissenschaft hohe Wertschätzung genießen. Darüber hinaus werden am Beispiel der Bundestagswahl 2013 zu diesen „Wahlkämpfe im Miniaturformat“ mögliche Forschungsperspektiven aufgezeigt.

  • Thorsten Faas, Jürgen Maier: Wahlkämpfe im Miniaturformat: Fernsehdebatten und ihre Wirkung am Beispiel des TV-Duells 2013 zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück, in: Information. Wissenschaft & Praxis, 65, 2014, S. 163–168.

Gastvortrag: Herausforderungen für den Datenschutz in Zeiten von Facebook und Snowden

Gastvortrag_Wagner
Am 24.6. ist Edgar Wagner - Landesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz - zu Gast in der Vorlesung Statistik I von Thorsten Faas und spricht dort über das Thema

"Herausforderungen für den Datenschutz in Zeiten von Facebook und Snowden".

 

Die Vorlesung findet im Raum 00 212 S 1 (Hörsaalgebäude Sportinstitut) statt und beginnt um 18:00 Uhr.

Die Veranstaltung ist öffentlich - alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Demokratiekonferenz Aargau 2014

Aargau 2014Am 5. Juni 2014 fand in Aarau eine gemeinsame Tagung des Bundeslandes Rheinland-Pfalz und des Kantons Aargau zur direkten Demokratie und Bürgerbeteiligung statt. Im Rahmen dieser hat Thorsten Faas einen Vortrag zur Finanzwirksamkeit direktdemokratischer Entscheide gehalten. Daneben standen weitere wichtige Fragen direkter Demokratie und deren Weiterentwicklung im Fokus.

Das Tagungsprogramm, sowie weitere Informationen zur Veranstaltung können auf der Website der Demokratiekonferenz abgerufen werden. Daneben besteht die Möglichkeit, alle Vorträge - auch den von Thorsten Faas - noch einmal bei Youtube anzusehen.

„Fear and Loathing Across Party Lines: The Polarization of America“ – Shanto Iyengar zu Gast in Mainz

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Im Rahmen des Institutskolloquiums war gestern Shanto Iyengar von der Stanford University an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu Gast.

In seinem Vortrag mit dem Titel "Fear and Loathing Across Party Lines: The Polarization of America" zeigte Iyengar die zunehmende Polarisierung zwischen Anhängern der demokratischen und republikanischen Partei in den USA auf.

Iyengar konnte mit Hilfe von Experimenten, aber auch impliziten Messverfahren, wie etwa dem IAT (siehe https://implicit.harvard.edu/implicit/) zeigen, dass die amerikanische Parteienlandschaft zunehmend auseinander driftet. Die abschließende Diskussion mit den rund 50 Zuhörern zielte in erster Linie auf die zukünftige Entwicklung und mögliche Lösungswege für ein hoch polarisiertes politisches System – auch wenn am Ende keine Zauberformel dafür gefunden werden konnte.