Bericht zu Kommunalwahlprojekt in Mainz erschienen

Kommunalwahlen_ProjektberichtAnlässlich der Kommunalwahl im Mai 2014 haben wir in Mainz das Projekt "Mobilisierung bei Nebenwahlen: Ein Feldexperiment zu Mobilisierungspotenzialen von Wahlkämpfen anlässlich der Kommunalwahl 2014 in Rheinland-Pfalz" realisiert. Nun ist der Projektbericht erschienen, welcher hier heruntergeladen werden kann.

Zusammenfassung des Berichts
Im Vorfeld der Kommunalwahl 2014 in Mainz wurde ein Feldexperiment zur Untersuchung der Effektivität aufsuchender Mobilisierungsverfahren im Wahlkampf durchgeführt. Speziell ging es dabei um das Instrument des Haustürbesuchs, dem zwar aufgrund von einzelnen Erfahrungen aus der Praxis ein gewisser Erfolg bei der Mobilisierung zugeschrieben wird, welcher aber bis dahin für Deutschland empirisch nicht belegt war. Mithilfe unterschiedlicher mobilisierender Maßnahmen (Haustürbesuche versus Flyer) in verschiedenen Variationen hinsichtlich der inhaltlichen Botschaft und der Kontakthäufigkeit wurde in Mainz in 28 zufällig ausgewählten Stimmbezirken untersucht, inwiefern sich diese Instrumente auf die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2014 in diesen ausgewählten Stimmbezirken auswirkten. Die Studie wurde durch eine Bevölkerungsbefragung abgerundet. Dieser Bericht skizziert die Idee und die Hintergründe des Forschungsprojekts sowie seinen Aufbau und seine Durchführung. Die Ergebnisse des Projekts werden im zweiten Teil dokumentiert; sie zeigen, dass persönliche Haustürbesuche in der Tat mobilisierendes Potenzial besitzen.

Neuerwerbungen der Universitätsbibliothek

Ab sofort sind die folgenden Neuanschaffungen in der Universitätsbibliothek vorhanden:

  • Nina, Baur, Jörg Blasius: Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, Wiesbaden: Springer VS 2014.
  • Brian Everitt, Thorsten Hothorn: An Introduction to Applied Multivariate Analysis with R, New York u.a.: Springer 2011.
  • Sabine Häder, Michael Häder, Mike Kühne: Telephone Survey in Europe. Research and Practice, Berlin u.a.: Springer 2012.
  • Robert Kaiser: Qualitative Experteninterviews. Konzeptionelle Grundlagen und praktische Durchführung, Wiesbaden: Springer VS 2014.
  • Thomas Milic, Biance Rousselot, Adrian Vatter: Handbuch der Abstimmungsforschung, Zürich: Verlage Neue Züricher Zeitung 2014.
  • Susanne, Rippl, Christian Seipel: Methoden kulturvergleichender Sozialforschung. Eine Einführung, 2. Auflage, Wiesbaden: Springer VS 2015.
  • Dominique Schirmer, Nadine Sander, Andreas Wenninger: Die qualitative Analyse internetbasierter Daten. Methodische Herausforderungen und Potenziale von Online-Medien, Wiesbaden: Springer VS 2015.

Rückblick: „Internet killed the TV-Star?“ – Fachtagung zur Zukunft(-sfähigkeit) des Fernsehens

mk14_beitragVorletzte Woche fand unsere Tagung „Internet killed the TV-Star?“ statt, die wir gemeinsam mit dem Forschungsschwerpunkt „Medienkonvergenz“ organisiert haben. Bereits bei der Podiumsdiskussion zum Stellenwert des Fernsehens im Internetzeitalter am Donnerstag berührten die Referenten verschiedenste Aspekte des umfangreichen Themas. Die vertiefenden Panels, in denen die Referentinnen und Referenten zu Social TV, Connected TV, Data Driven TV und Post TV sprachen, boten Raum für weiterführende Analysen. Besonders freut uns, dass die Veranstaltungen an beiden Tagen bis auf den letzten Platz ausgebucht war und uns auch im Livestream viele Interessierte folgten. Das bestätigt uns wie aktuell und relevant das Thema ist. Wer die Vorträge der Referentinnen und Referenten noch einmal nachvollziehen möchte – sowohl die Präsentationen als auch die Vortragsvideos – findet diese nach und nach auf dieser Website unter dem Reiter Medienkonvergenz 2014. Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen Vortragenden für den interessanten Input sowie den vielen interessierten Zuschauern online und offline!

“Why Scotland voted ‘No’” – Rob Johns zu Gast in Mainz

rajohnsIm Rahmen des Institutskolloquiums war gestern Rob Johns von der University of Essex an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zu Gast.

In seinem Vortrag mit dem Titel “Why Scotland voted ‘No’” führte Johns auf Basis von Meinungsumfragen aus, warum nach seinem Dafürhalten das Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands vom 18. September 2014 mit Nein beantwortet wurde.

Einer der Hauptgründe hierfür ist, so Johns, in der Angst vor den Konsequenzen der Unabhängigkeit und weniger im (nicht) fehlenden Nationalstolz der Schotten begründet. Im Anschluss des Vortrages fand eine lebhafte Diskussion statt, in der Johns nochmal auf einige Details seiner Einschätzung einging. Hierbei wurde deutlich: Das Thema eines unabhängigen Schottlands ist noch längst nicht ad acta gelegt und wird im öffentlichen Diskurs bleiben.

Gastvortrag „Demoskopie: ihre Rolle und die methodischen Herausforderungen“

SchrothIn der Vorlesung „Statistik II“ von Thorsten Faas war gestern Dr. Yvonne Schroth – Vorstandsmitglied der Forschungsgruppe Wahlen e.V. – zu Gast und sprach dort über das Thema „Demoskopie: ihre Rolle und die methodischen Herausforderungen“.

Nachdem sie zunächst interessante Einblicke in ihre Arbeit bei der Forschungsgruppe Wahlen e.V. gegeben hatte, stellte sich Schroth den Fragen des interessierten Auditoriums. Dies stellte kritische Nachfragen zum Beispiel zu den Ausschöpfungsquoten und der Rolle der Demoskopie vor und am Wahlabend.