Neue Publikationen: Schwerpunktthema TV-Debatten der Politischen Pychologie

polpsy-2-2015Für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Politische Psychologie“ mit dem Schwerpunktthema „Rezeption und Wirkung von TV-Debatten“ fungierten Michaela Maier, Jürgen Maier und Thorsten Faas als Gastherausgeber. Eine Übersicht über den Inhalt der Ausgabe lässt sich auf der Seite der Politischen Psychologie einsehen. Teil der Ausgabe sind auch zwei Beiträge, welche von Thorsten Faas mitverfasst wurden:

  • Jürgen Maier, Thorsten Faas: The Impact of Personality on Viewers’ Reactions to Negative Candidate Statements in Televised Debates, in: Politische Psychologie, 4, 2015, S. 169–187.
  • Thorsten Faas, Judith Schliephake: Affective Intelligence und Debattenrezeption: Eine experimentelle Studie zum Einfluss von Emotionen auf die Informationsverarbeitung und Entscheidungsfindung am Beispiel eines Fernsehduells, in: Politische Psychologie, 4, 2015, S. 252–274.

Neue Publikation: The Impact of Online versus Offline Campaign Information on Citizens’ Knowledge, Attitudes and Political Behaviour

Rechtzeitig zu Weihnachten ist das Sonderheft „E-Campaigning in Germany: A Net Revolution?“ der Zeitschrift „German Politics“ erschienen. Die Beiträge befassen sich primär mit der Bundestagswahl 2009, liefern aber trotzdem spannende theoretische und empirischen Einblicke in das Potenzial neuer Medien für die politische Kommunikation. Im Heft ist auch ein Beitrag von Julia Partheymüller und Thorsten Faas enthalten:

  • Julia Partheymüller, Thorsten Faas: The Impact of Online versus Offline Campaign Information on Citizens’ Knowledge, Attitudes and Political Behaviour: Comparing the German Federal Elections of 2005 and 2009, in: German Politics, 24, 2015, S. 507–524.

Neue Publikationen in der Zeitschrift für Parlamentsfragen

Mit zwei neuen Beiträgen ist Thorsten Faas in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Parlamentsfragen (ZParl), welche das Schwerpunktthema „Demoskopie“ hat, vertreten. Der erste Beitrag untersucht dabei die notwendigen Vorbedingungen für demoskopische Umfrageeffekte auf die Bürger. Ein möglicher Effekt wird hingegen im zweiten Beitrag untersucht, welchen er zusammen mit Sascha Huber verfasst hat und der die Frage stellt, ob die Demoskopen die FDP aus dem Bundestag vertrieben haben:

  • Thorsten Faas: Zur Wahrnehmung und Glaubwürdigkeit von Umfragen aus Sicht der Bürger: Ein Test zweier notwendiger Bedingungen für Umfrageeffekte, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 46, 2015, S. 692–707.
  • Thorsten Faas, Sascha Huber: Haben die Demoskopen die FDP aus dem Bundestag vertrieben? Ergebnisse einer experimentellen Studie, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 46, 2015, S. 746–759.

Neue Publikation: PVS Sonderheft 50 – Politische Psychologie

pvs_sonderheft„Die Politische Psychologie verspricht, die Erklärung politischer Phänomene auf diversen Gebieten zu verbessern. Dies gilt für die Forschung zu politischen Eliten ebenso wie zu mass politics, wie jüngere Entwicklungen in der internationalen scientific community belegen. Auch in Deutschland zeigen sich erste Entwicklungen in diese Richtung, allerdings ist noch ein erheblicher unausgeschöpfter Wissens- und Erkenntnistransfer sowohl zwischen den politikwissenschaftlichen Teildisziplinen als auch zwischen den Fachdisziplinen der Politikwissenschaft und der Psychologie zu konstatieren. Mit seinem Fokus auf dem Querschnittsthema ‚Politische Psychologie‘ soll das Sonderheft dazu beitragen, diese Perspektive in der deutschen Fachdiskussion weiter zu verankern und bestehende Lücken zu schließen“ – so hatte Thorsten Faas zusammen mit seinen Mitherausgeber Cornelia Frank (Goethe-Universität Frankfurt) und Harald Schoen (Universität Mannheim) das Ziel für das PVS-Sonderheft „Politische Psychologie“ im Call for Papers im Juli 2013 formuliert.

Die Resonanz damals war überwältigend – insgesamt wurden über 100 Vorschläge für das Sonderheft aus allen Teilen der Politikwissenschaft erreicht. Nach einem internen und externen Review-Prozess und einer Autorentagung im September 2014 in Mainz ist der Band nun mit insgesamt 21 Beiträgen erschienen. Das Inhaltsverzeichnis kann beim Nomos-Verlag eingesehen werden. Das Buch gibt es ebenfalls direkt bei Nomos.

Dieser Band wäre ohne die Unterstützung zahlreicher Personen und Institutionen nicht möglich gewesen: Der Dank der Herausgeber gilt Vorstand und Beirat der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), die den Vorschlag für das Sonderheft ausgewählt haben. Die Autorentagung im Herbst 2014 wäre ohne die Unterstützung der DVPW und vor allem der Fritz Thyssen Stiftung nicht möglich gewesen. Auch diesen Institutionen gilt der Dank.

  • Thorsten Faas, Cornelia Frank, Harald Schoen (Hrsg.): Politische Psychologie: Ein interdisziplinäres Forschungsparadigma zur Erklärung politischer Phänomene (PVS Sonderheft 50), Baden-Baden: Nomos, 2015.

Neue Publikation: Raabisierung von Wahlkämpfen

Gerade noch rechtzeitig vor dem TV-Abschied von Stefan Raab ist eine neue Publikation erschienen, in der Thorsten Faas die Rolle von Stefan Raab beim TV-Duell 2013 untersucht hat. Sein Fazit:

„Letztlich kann die Idee, dem TV-Duell mit Stefan Raab zusätzliche Attraktivität zu verleihen, als Erfolg verbucht werden. Mit seinem Auftritt im Duell konnte Raab dabei auch zeigen, dass zwischen Klasse und Masse, zwischen Qualität und Reichweite nicht zwingend ein Gegensatz bestehen muss. Sicherlich wird eine „Raabisierung“ von Wahlkämpfen kein Allheilmittel sein, um der skizzierten Tendenz in Wahlkämpfen zu begegnen, aber eine sinnvolle und effektive Maßnahme ist in solchen Unterfangen ohne Zweifel zu sehen.“

  • Thorsten Faas: Raabisierung von Wahlkämpfen in Zeiten rückläufiger Wahlbeteiligung? Ein Blick auf das Fernsehduell 2013, in: Ursula Münch, Heinrich Oberreuter (Hrsg.): Die neue Offenheit. Wahlverhalten und Regierungsoptionen im Kontext der Bundestagswahl 2013, Frankfurt a.M.: Campus, S. 287–308.
Publiziert am: 29. September 2015. Abgelegt unter Publikationen

Publikation: Economic Voting im Kontext der Fernsehdebatte 2013

pub_wkwIn einer neuen Publikation gehen Thorsten Faas und Jürgen Maier der Frage nach, ob und wie sich das Fernsehduell 2013 zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück auf ein mögliches „Economic Voting” ausgewirkt hat – was tatsächlich auch der Fall gewesen ist. So hat es etwa dazu geführt, dass die wahrgenommene Verantwortung der Regierung für die eigene wirtschaftlichen Lage in stärkerem Maße davon abhing, wie diese Lage selbst bewertet wurde – gerade bei den Regierungsanhängern. Wenn sie ihre Lage als gut einschätzten, wirkte sich dies nach dem Duell stärker zugunsten der Kanzlerin aus als zuvor. An dieser Stelle also war die Kanzlerin durchaus erfolgreich. Zudem führte das Duell zu einer Normalisierung: Während nämlich vor dem Duell noch einige Effekte und Muster zu beobachten waren, die nicht im Einklang mit den theoretischen Erwartungen standen (so war etwa kein direkter Effekt der Wahrnehmung der allgemeinen Wirtschaftslage auf die Regierungszufriedenheit zu beobachten), so entsprach das Muster nach der Debatte deutlicher den Erwartungen. Das Duell als Großereignis hat offenkundig dazu geführt, diese Muster zu etablieren – was insgesamt zeigt, dass auch economic voting nichts „Natürliches“ ist, sondern konstruiert und etabliert werden muss, gerade auch im Umfeld von TV-Duellen.

  • Thorsten Faas, Jürgen Maier: Wahrnehmungen der Wirtschaftslage, Zuschreibungen von Verantwortung und die Auswirkungen auf das Wahlverhalten im Kontext der Fernsehdebatte Merkel-Steinbrück 2013, in: Heiko Giebler, Aiko Wagner (Hrsg.): Wirtschaft, Krise und Wahlverhalten, Baden-Baden: Nomos, S. 237–266.

Neue Publikation: The Impact of Online versus Offline Campaign Information

In der kommenden Ausgabe der German Politics wird ein Beitrag von Julia Partheymüller und Thorsten Faas erscheinen, welcher schon jetzt heruntergeladen werden kann:

  • Julia Partheymüller, Thorsten Faas: The Impact of Online versus Offline Campaign Information on Citizens’ Knowledge, Attitudes and Political Behaviour: Comparing the German Federal Elections of 2005 and 2009, in: German Politics, 2015.

Ergebnisse des Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg vorgestellt

In einem gemeinsamen Projekt der Universitäten Mannheim, Tübingen, Stuttgart und Freiburg wurde im Rahmen des Demokratie-Monitorings (finanziert durch die BW-Stiftung) in den vergangenen beiden Jahren die Demokratie in Baden-Württemberg vermessen. In Mannheimer Aufgabe bestand in der Konzeption und Auswertung einer repräsentativ angelegten Befragung der Menschen in Baden-Württemberg. Nun liegen seit kurzem die Ergebnisse vor, über die unter anderem der SWR und die Südwest Presse berichteten.

Die Ergebnisse sind überdies in einer Monographie erschienen, in der auch ein Beitrag über den Mannheimer Part enthalten ist:

  • Baden-Württemberg Stiftung (Hrsg.): Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg 2013/2014, Wiesbaden: Springer VS 2015
  • Sarah Perry, Jan W. van Deth, Rüdiger Schmitt-Beck, Thorsten Faas: Bürger und Demokratie in Baden-Württemberg, in: Baden-Württemberg Stiftung (Hrsg.): Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg 2013/2014, Wiesbaden: Springer VS 2015, S. 37–150.

Publikation: Campaign dynamics in the run-up to a German referendum

Thorsten Faas' Aufsatz (mehr dazu hier) „Bring the state (information) in: Campaign dynamics in the run-up to a German referendum“, welcher Teil der aktuellen Ausgabe der Electoral Studies ist, ist mittlerweile erschienen und somit nun auch offline verfügbar:

  • Thorsten Faas: Bring the State (Information) in: Campaign Dynamics in the Run-up to a German Referendum, in: Electoral Studies, 38, 2015, S. 226–237.

Neue Publikation über die S21-Abstimmung und die Informationsbroschüre

electoral_studiesIn einer neuen Publikation, die in Kürze in Electoral Studies erscheint, wird die Informationslandschaft vor der Volksabstimmung zu Stuttgart21 und ihre Bedeutung für das Informationsniveau der Bürgerinnen und Bürger analysiert. Die Ergebnisse zeigen dabei, dass die "Abstimmungsbroschüre", die damals seitens der Landesregierung an alle Haushalte verteilt wurde und in der die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente aufgeführt waren, das wichtigste Element darin war: Sie hatte am Ende die höchste Reichweite, wurde breit (und in allen Bevölkerungskreisen) rezipiert und verbesserte so den Informationsstand der Bevölkerung erheblich. Deutlich wir damit, dass der Staat selbst eine wichtige Funktion im Vorfeld direktdemokratischer Entscheidungen hat - er sollte dafür Sorge tragen, dass Informationen ausgewogen und breit verteilt werden.

Neue Publikation: Sonderheft der Zeitschrift “German Politics”

german_politicsIn der vergangenen Woche ist ein Sonderheft der Zeitschrift “German Politics” zum Thema “Voters and Voting in Germany’s Multi-level System” erschienen, für das Sigrid Roßteutscher, Thorsten Faas und Kai Arzheimer als Gastherausgeber fungieren. Die einzelnen Artikel des Sonderheftes können auf der Website des Verlages eingesehen und heruntergeladen werden.

  • Sigrid Roßteutscher, Thorsten Faas, Kai Arzheimer: Voters and Voting in Multilevel Systems – An Introduction
  • Arthur Benz: Making Democracy Work in a Federal System
  • Sigrid Roßteutscher, Thorsten Faas: Multi-Level Voting: A Stabilising Force or a Push towards Increasing Voter Volatility?
  • Heiko Giebler, Aiko Wagner: Contrasting First- and Second-Order Electoral Behaviour: Determinants of Individual Party Choice in European and German Federal Elections
  • Angelika Vetter: Just a Matter of Timing? Local Electoral Turnout in Germany in the Context of National and European Parliamentary Elections
  • Evelyn Bytzek: The Nexus between National Party Preferences and State Elections – A Long-Term Perspective
  • Michèle Knodt, Michael Stoiber: European Elections in Germany: Legitimacy for the European Union?

Publikation: „Das weiß ich von Facebook!“

Bürger im StaatIn ihrer neuen Publikation zur politischen Kommunikation im Social Web gehen Daniela Hohmann und Thorsten Faas der Frage nach, inwiefern Facebook im Kontext der Bundestagswahl 2013 eine politische Informationsquelle für die Wählerinnen und Wähler darstellte. Sie beziehen sich dabei auf die Kriterien der Reichweite, der Zielgruppen und der Nutzungslogik der Plattform. Die empirische Analyse basiert auf eigens erhobenen Daten während des Bundestagswahlkampfs. Es zeigt sich, dass Facebook sehr wohl eine neuerliche Umgebung politischer Information für eine nicht unerhebliche Zahl an Wählerinnen und Wählern darstellen kann – die Voraussetzung dafür ist aber weiterhin, dass die Informationen den Weg zu den Nutzerinnen und Nutzern finden und nicht anders herum.

Den gesamten Artikel gibt’s hier (S. 221-230).

  • Daniela Hohmann, Thorsten Faas: „Das weiß ich von Facebook!“ – Politische Informationspotenziale in sozialen Online-Netzwerken im Kontext der Bundestagswahl 2013, in: Der Bürger im Staat, 64, 4/2014, S. 221-230.

Publikation: The German Federal Election of 2013

WEPIn einem nun in der West European Politics erschienenen Beitrag hat Thorsten Faas das Ergebnis der deutschen Bundestagswahl vom 22. September 2013 analysiert. Der Beitrag kann auf der Website der West European Politics heruntergeladen und gelesen werden.

  • Thorsten Faas: The German Federal Election of 2013: Merkel’s Triumph, the Disappearance of the Liberal Party, and Yet Another Grand Coalition, in: West European Politics, 38, 2015, S. 238-247.

Neue Publikationen

In den vergangenen Wochen sind gleich mehrere neue Publikationen des Bereichs erschienen. Während Thorsten Faas zusammen mit Daniela Hohmann den Effekt der Deutschlandkette für die Berliner Republik analysierten, gaben Thorsten Faas und Sven Vollnhals einen Überblick über die Methoden der Politikwissenschaft. Für den Sammelband "Zwischen Fragmentierung und Konzentration: Die Bundestagswahl 2013" analysierten Jürgen Maier, Thorsten Faas und Isabella Glogger zudem erneut das TV-Duell.

  • Thorsten Faas, Daniela Hohmann: Die Schlandkette war nicht entscheidend, in: Berliner Republik, 5/2014, S. 72–73.
  • Thorsten Faas, Sven Vollnhals: Methoden der Politikwissenschaft, in: Politische Bildung (Themenheft: Kursbuch Politikwissenschaft), 47, 2014, S. 116–130.
  • (zugleich: Thorsten Faas, Sven Vollnhals: Methoden der Politikwissenschaft, in: Hans-Jürgen Bieling, Peter Massing, Kerstin Pohl, Stefan Schieren, Johannes Varwick (Hrsg.): Kursbuch Politikwissenschaft: Einführung, Orientierung, Trends, Schwalbach: Wochenschau 2014, S. 145–163.)
  • Jürgen Maier, Thorsten Faas, Isabella Glogger: Das TV-Duell, in: Hans Rattinger, Sigrid Roßteutscher, Rüdiger Schmitt-Beck, Bernhard Weßels, Christof Wolf et al. (Hrsg.): Zwischen Fragmentierung und Konzentration: Die Bundestagswahl 2013, Baden-Baden: Nomos 2014, S. 281–292.

Neue Publikation: Die hessische Landtagswahl vom 22. September 2013

In seinem in der Zeitschrift für Parlamentsfragen erschienenen Beitrag analysiert Thorsten Faas die „hessischen Verhältnisse" nach der Landtagswahl 2013:

Landespolitische Akzente waren in der Folge rar. Allerdings sind Koalitionsfragen in Hessen immer von besonderer Relevanz: So gab es zwar weiterhin mit Rot-Grün beziehungsweise Schwarz-Gelb Wunschkoalitionen vor der Wahl, aber zugleich auch eine Offenheit für andere Konstellationen. Die Wahl gewann die Union deutlich; die SPD konnte nach ihrem desaströsen Ergebnis 2009 um sieben Prozentpunkte zulegen. Die Grünen erzielten 11,1 sowie FDP und Linke knapp über fünf Prozent. Infolge der Zusammenlegung von Landtags- und Bundestagswahl lag die Wahlbeteiligung mit 73,2 Prozent um 12,2 Prozentpunkte höher als bei der Wahl zuvor. Das Wahlergebnis verschaffte keiner Wunschkoalition eine Mehrheit, daher folgte eine lange Phase von Sondierungsgesprächen. Letztlich entschied sich die Union, den Grünen Koalitionsverhandlungen anzubieten, die dieses Angebot annahmen. Nach zügig abgeschlossenen Verhandlungen, wurde im Januar 2014 Bouffier in seinem Amt bestätigt, nun an der Spitze einer schwarz-grünen Regierung.

  • Thorsten Faas: Die hessische Landtagswahl vom 22. September 2013: Schwarz-grüne „hessische Verhältnisse“, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 45, 2014, S. 349–365.

Publikation: Wahlkämpfe im Miniaturformat

iwpTV-Duelle nach amerikanischem Format gibt es in Deutschland seit 2002, als sich Gerhard Schröder und Edmund Stoiber zu zwei Duellen trafen. In der Zwischenzeit sind solche Duelle zu einem festen Bestandteil von Wahlkämpfen geworden.

In ihrem nun in der Zeitschrift “Information. Wissenschaft & Praxis” erschienenen Beitrag analysieren Thorsten Faas und Jürgen Maier, warum Fernsehdebatten bei den beteiligten Akteuren, den übertragenden Medien, den zuschauenden Bürgerinnen und Bürgern, aber auch der Wissenschaft hohe Wertschätzung genießen. Darüber hinaus werden am Beispiel der Bundestagswahl 2013 zu diesen „Wahlkämpfe im Miniaturformat“ mögliche Forschungsperspektiven aufgezeigt.

  • Thorsten Faas, Jürgen Maier: Wahlkämpfe im Miniaturformat: Fernsehdebatten und ihre Wirkung am Beispiel des TV-Duells 2013 zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück, in: Information. Wissenschaft & Praxis, 65, 2014, S. 163–168.

Neue Publikation: Framing und Framing-Effekte im Kontext der OPEL-Rettung

FramingBei politischen Auseinandersetzungen geht es nur selten darum, Gegner von den eigenen Argumenten vollends zu überzeugen, so dass sie diese am Ende gar übernehmen. Stattdessen sind die eingesetzten Strategien häufig subtiler. Es wird versucht, bestimmte Aspekte, Facetten oder Dimensionen in den Vordergrund zu rücken, andere dagegen an den Rand zu schieben, um so den Gegenstand der Auseinandersetzung insgesamt in ein anderes Licht zu rücken. So auch bei der Diskussion um die Opel-Rettung 2009. Dennoch stellt sich die Frage, worum es bei dem Konflikt tatsächlich ging? Ging es in erster Linie um den Erhalt von Arbeitsplätzen an den Standorten? Ging es darum, einen weiteren Misserfolg – ähnlich wie Jahre zuvor bei der Holzmann-”Rettung” – zu verhindern? Oder um die Verschwendung von Steuergeldern? All das sind mögliche Deutungen rund um die OPEL-Rettung. Wer sich mit seinem Deutungsangebot durchsetzt, der bestimmt auch, wie die mögliche OPEL-Rettung insgesamt gesehen wird, so zumindest die These der Framing-Forschung.

Basierend auf einem Online-Experiment gehen Thorsten Faas und Harald Schoen in einem gerade erschienenen Beitrag der Frage nach, ob es dafür tatsächlich Hinweise gibt:

  • Thorsten Faas, Harald Schoen: Staatshilfe für Opel? Eine Analyse von Framing-Effekten auf der Basis eines Online-Experiments, in: Frank Marcinkowski (Hrsg.): Framing als politischer Prozess. Beiträge zum Deutungskampf in der politischen Kommunikation, Baden-Baden: Nomos 2014, S. 179–194.

Neue Publikation: Aufgeholt, aber nicht aufgeschlossen

In einem jetzt erschienen Beitrag in der Zeitschrift für Parlamentsfragen analysieren Jürgen Maier, Thorsten Faas und Michaela Maier die Debatte zur Bundestagswahl 2013. Mit Hilfe von Experimental- und Real-Time-Response-Daten zeigen sie, dass insbesondere Steinbrück von dem TV-Duell profitieren konnte. Dabei konnte er aus Sicht der Zuschauer nicht nur die Debatte für sich entscheiden, sondern auch sein Image verbessern. Demgegenüber haben sich die Einstellungen zu Merkel verschlechtert, so dass per Saldo Steinbrück seinen Rückstand auf die Kanzlerin verkürzen (wenn auch keineswegs gänzlich wettmachen) konnte. Dieser für Steinbrück positive Effekt lässt sich auch noch einige Tage nach dem Duell nachweisen.

  • Jürgen Maier, Thorsten Faas, Michaela Maier: Aufgeholt, aber nicht aufgeschlossen: Ausgewählte Befunde zur Wahrnehmung und Wirkung des TV-Duells 2013 zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 45, 2014, S. 38–54.

Publikation: Politik – gefällt mir?! Soziale Online-Netzwerke als Quelle politischer Information

Internet und PartizipationDie Vielfalt der Kanäle politischer Information nimmt ständig zu. Nunmehr stellt auch das soziale Online-Netzwerk Facebook eine ernstzunehmende Quelle politischer Information dar. Doch über welche Mechanismen kommen die Nutzer des sozialen Online-Netzwerkes mit politischen Informationen in Kontakt? Kann Facebook einen Beitrag dazu leisten, bestehende Partizipationsklüfte zu verringern? Antworten auf diese Fragen sind vor allem im deutschen Kontext rar. In unserem jüngst erschienenen Beitrag analysieren wir deshalb aktuelle Daten, um ein Antworten auf diese Fragen für den deutschen Kontext zu finden.

  • Hohmann, Daniela/Faas, Thorsten (2014): Politik - gefällt mir?! Soziale Online-Netzwerke als Quelle politischer Information. In: Voss, Kathrin (Hrsg.): Internet und Partizipation. Bottom-up oder Top-down? Politische Beteiligungsmöglichkeiten im Internet. Wiesbaden: Springer. S. 247-261.

Weitere Informationen zum Sammelband sind auf dieser Internetseite zu finden.

Call for Papers: PVS-Sonderheft 2015

Aktuell läuft der Call for Papers für das von Thorsten Faas, Cornelia Frank und Harald Schoen herausgegebene Sonderheft 2015 “Politische Psychologie” der Politischen Vierteljahresschrift. Der Einsendeschluss für Beitragsvorschläge ist am 31.07.13. Weitere Informationen zur inhaltlichen Ausgestaltung des Sonderheftes sowie zum Procedere finden Sie auch im ausführlichen Call.

Publikation: Koalitionen, Kandidaten, Kommunikation: Analysen zur Bundestagswahl 2009

Koalitionen Fast pünktlich zur Bundestagswahl 2013 ist nunmehr der Sammelband "Koalitionen, Kandidaten, Kommunikation: Analysen zur Bundestagswahl 2009" erschienen, welcher von Thorsten Faas, Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher sowie Bernhard Weßels editiert wurde:

  • Thorsten Faas, Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher, Bernhard Weßels (Hrsg.): Koalitionen, Kandidaten, Kommunikation: Analysen zur Bundestagswahl 2009, Wiesbaden: SpringerVS 2013.
  • Thorsten Faas, Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher, Bernhard Weßels: Koalitionen, Kandidaten, Kommunikation: Die (un)gewöhnliche Bundestagswahl vom 27. September 2009, in: Thorsten Faas, Kai Arzheimer, Sigrid Roßteutscher, Bernhard Weßels (Hrsg.): Koalitionen, Kandidaten, Kommunikation: Analysen zur Bundestagswahl 2009, Wiesbaden: SpringerVS 2013, S. 7–14.

Publikation: Mobilisierung durch Fernsehdebatten?

Gemeinsam mit Jürgen und Michaela Maier hat Thorsten Faas einen Beitrag verfasst, der sich mit dem Einfluss des TV-Duells anlässlich der Bundestagswahl 2009 auf die politische Involvierung und die Partizipationsbereitschaft auseinandersetzt. Der Beitrag ist nun im Rahmen eines Sammelbandes erschienen:

  • Jürgen Maier, Thorsten Faas, Michaela Maier: Mobilisierung durch Fernsehdebatten: Zum Einfluss des TV-Duells 2009 auf die politische Involvierung und die Partizipationsbereitschaft, in: Bernhard Weßels, Harald Schoen, Oscar W. Gabriel (Hrsg.): Wahlen und Wähler: Analysen aus Anlass der Bundestagswahl 2009, Wiesbaden: Springer VS, S. 79–96.

Berliner Republik und hr-iNFO

Etwas weniger als fünf Monate vor der Bundestagswahl steigt das Interesse der Medien an diesem Thema merklich. Thorsten Faas hat deshalb für die Berliner Republik einen Beitrag verfasst, in dem er vom Atlantis-Effekt berichtet. Was es mit diesem Effekt auf sich hat, kann auf der Website der Berliner Republik nachgelesen werden.

  • Thorsten Faas: Der Atlantis-Effekt, in: Berliner Republik, 2/2013, S. 6–7.

 

Daneben war Thorsten Faas zu Gast im Podcast des hr (hr-iNFO), in dem über die Chancen neuer (AfD) und neuerer (Piraten) Parteien diskutiert wurde. Auch der Podcast kann online abgerufen werden.

Im Südwesten nichts Neues? Von wegen!

Seit mittlerweile etwas über zwei Jahren ist die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg nun schon im Amt. Und bezieht man die turbulente Phase vor der Landtagswahl 2011 sowie die erste Volksabstimmung seit 50 Jahren noch mit ein, so kann zweifelsohne der Eindruck gewonnen werden, dass es in dieser Zeit im Ländle einige Veränderungen gegeben haben könnte. Aus diesem Grund hat die Heinrich-Böll-Stiftung nun einen Band herausgegeben, der sich Baden-Württemberg aus der Perspektive der Bürgerbeteiligung nähert: Experiment Bürgerbeteiligung: Der Fall Baden-Württemberg. Teil dieser Publikation ist auch ein Aufsatz von Thorsten Faas:

  • Thorsten Faas: Im Südwesten nichts Neues? Von wegen! Zwei Jahre Baden-Württemberg im Lichte von Bevölkerungsumfragen, in: Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): Experiment Bürgerbeteiligung: Das Beispiel Baden-Württemberg, Berlin: Heinrich-Böll-Stiftung 2013, S. 22–35.

Neue Publikation zu Stuttgart 21

Im Rahmen eines von Uwe Wagschal, Ulrich Eith und Michael Wehner herausgegebenen Sammelbandes zum historischen Machtwechsel in Baden-Württemberg haben Johannes Blumenberg und Thorsten Faas die längerfristigen Einstellungen und Emotionen zum Infrastrukturprojekt „Stuttgart 21“ analysiert. Der Sammelband ist nunmehr erschienen und kann demnächst in der Universitätsbibliothek ausgeliehen werden:

  • Johannes N. Blumenberg, Thorsten Faas: Stuttgart 21: Einstellungen und Emotionen, in: Uwe Wagschal, Ulrich Eith, Michael Wehner (Hrsg.): Der historische Machtwechsel: Grün-Rot in Baden-Württemberg, Baden-Baden: Nomos 2013: S. 229–246.

Neue Publikation: Quo vadis, Wohlfahrtsstaat?

Aufbauend auf seiner Dissertation hat sich Thorsten Faas in einer vergleichenden Analyse der Frage zugewandt, wie sich der institutionelle Kontext auf die Wirkungsweise von Arbeitslosigkeitserfahrungen auswirkt. Die hieraus entstandene Publikation ist nun in dem von Christopher Daase, Stefan Engert und Julian Junk herausgegebenen Sammelband "Verunsicherte Gesellschaft – überforderter Staat: Zum Wandel der Sicherheitskultur" erschienen:

  • Thorsten Faas: Quo vadis, Wohlfahrtsstaat? Erfahrungen von Arbeitslosigkeit und Demokratiezufriedenheit im europäischen Vergleich, in: Christopher Daase, Stefan Engert, Julian Junk (Hrsg.): Verunsicherte Gesellschaft – überforderter Staat: Zum Wandel der Sicherheitskultur, Frankfurt am Main: Campus 2013, S. 299–316