Neue Publikation im Leviathan

Im neuesten Heft (1/2017) ist ein Beitrag von Claudia Landwehr, Philipp Harms und Thorsten Faas erschienen. „Bröckelt der Verfahrenskonsens? Einstellungen zu politischen Entscheidungen und demokratischen Entscheidungsverfahren in Zeiten des Populismus“. Basierend auf einem experimentellen Design wird gezeigt, dass die Verfahrenspräferenzen in der Bevölkerung stark vom jeweiligen Thema (und dem vermuteten Meinungsklima) abhängig sind.

Claudia Landwehr, Thorsten Faas, Philipp Harms: Bröckelt der Verfahrenskonsens? Einstellungen zu politischen Entscheidungen und demokratischen Entscheidungsverfahren in Zeiten des Populismus, in: Leviathan, 45, 2017, S. 35–54.

Prof. Dr. Faas im Landesrat für digitale Entwicklung und Kultur

In der neuen Legislaturperiode berät erneut ein „Landesrat für digitale Entwicklung und Kultur“ die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu allen mit der Digitalisierung in Verbindung stehenden Themen. Auch Prof. Dr. Thorsten Faas gehört diesmal wieder zu den Mitgliedern des Gremiums, dessen erste Sitzung am 12. Januar stattfand. Weitere Informationen über die Arbeit des Rates und seine Mitglieder finden Sie hier.

Abschlussbericht „Politische Kommunikation in Zeiten von Social Media“ erschienen

bapp

Die Ergebnisse des kürzlich abgeschlossenen Forschungsprojekts
„Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologie“ sind nun im Abschlussbericht des Projekts durch die Bonner Akademie für Forschung und Lehrer praktischer Politik (BAPP) veröffentlicht worden.

Der Abschlussbericht steht hier zum Download als PDF-Datei zur Verfügung.

Publiziert am: 20. Juli 2016. Abgelegt unter Projekte

Forschungsprojekte zur rheinland-pfälzischen Landtagswahl – Teilnehmer gesucht!

Aus Anlass der rheinland-pfälzischen Landtagswahl am 13. März führt der Bereich Empirische Politikforschung ab sofort zwei Projekte durch. Für beide Studien werden zahlreiche Teilnehmer gesucht. Als Dankeschön gibt es jeweils Büchergutscheine zu gewinnen. Interessenten können die beiden Studien dabei über die jeweiligen Internetseiten erreichen.

Das Projekt „Wahlumfrage 2016“ wird in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz durchgeführt. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen nach der Wahrnehmung und Verarbeitung politischer Informationen während des Wahlkampfes. Hierzu wird ein innovatives Umfrageinstrument implementiert, welches die Simulation eines Wahlkampfs ermöglicht. Die Wahlumfrage ist im Internet unter www.wahlumfrage2016.de zu finden.

Die zweite Studie mit dem Titel „Wahlstudie Rheinland-Pfalz 2016“ wird im Rahmen eines Projektseminars des Masterprogramms „Empirische Demokratieforschung" durchgeführt. Politische Einstellungen und Wahlverhalten bilden dabei den Untersuchungsschwerpunkt. Dieses Projekt ermöglicht es den Masterstudierenden, in aktuellem Kontext praktische Forschungsarbeit zu leisten und die eigenen Fertigkeiten und Kenntnisse weiter zu vertiefen. Die Online-Umfrage der Wahlstudie ist über die Internetseite www.wahlstudie.de zu erreichen.

Bereich „Empirische Politikforschung“ führt Projekt zum TV-Duell Dreyer – Klöckner durch

Am 1. März 2016 findet mit dem Fernsehduell zwischen Malu Dreyer und Julia Klöckner der Höhepunkt des Wahlkampfs zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz statt. Der Bereich Empirische Politikforschung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) führt dazu eine Studie durch:
Wie werden bei einem solchen Duell politische Informationen wahrgenommen und verarbeitet? Wie wirken sie sich auf politische Einstellungen aus?

Die Studie knüpft dabei unmittelbar an frühere Studien des Bereichs an, in deren Rahmen bereits die Duelle vor den Bundestagswahlen 2009 und 2013 analysiert wurden.

Interview zum „Haustürwahlkampf Reloaded“

Haustür-WKHaustürbesuche erfreuen sich derzeit auf allen politischen Ebenen wieder besonderer Beliebtheit. Diese Renaissance eines eigentlich recht alten Wahlkampfinstruments blieb natürlich auch in der politikwissenschaftlichen Forschung nicht unbeobachtet. Thorsten Faas und Daniela Hohmann haben deshalb im vergangenen Jahr in Mainz ein Projekt zur Mobilisierungsleistung von Haustürwahlkämpfen durchgeführt.
Nun hat Daniela Hohmann der Campaigning Academy Berlin zu den zentralen Ergebnissen des Projekts und ein wenig darüber hinaus ein Interview gegeben. Das Interview kann an dieser Stelle nachgelesen werden.

Ankündigung: Twitter-Interview zur Politischen Kommunikation in Social Media

Im Nachklang zur Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologie“ findet morgen ein Interview zwischen dem Projektleiter Thorsten Faas und dem Projektpaten Alexander Schweitzer live bei Twitter statt. Dem Gespräch kann unter dem Hashtag #pksm15 gefolgt werden und selbstverständlich kann auch interaktiv daran teilgenommen werden. Das Interview startet am Mittwoch, 9.12.2015 um 14:30 Uhr.

Abschlussveranstaltung Politische Kommunikation in Zeiten von Social Media

Thorsten FaasAm 18.11. fand die Abschlussveranstaltung zum Forschungsprojekt „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologien“ in der Landesvertretung der Freien Hansestadt Hamburg in Berlin statt, das der Bereich in Kooperation mit der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik und YouGov durchgeführt hat. Thorsten Faas und Benjamin Sack haben dort zentrale Ergebnisse aus einer Längsschnittbefragung, die von Juli 2013 bis September 2015 in insgesamt fünf Wellen durchgeführt wurde, vorgestellt.

Auf großes Interesse stießen dabei vor allem Ergebnisse zur so genannten „Filterbubble“. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Freundeslisten bei Facebook-Nutzern zu einem großen Teil aus Personen zusammensetzen, die derselben Partei nahestehen wie die Nutzer selbst. Gerade bei Anhängern der „Alternative für Deutschland“ ist diese Tendenz besonders ausgeprägt. Nicht nur dieser Teil des Vortrags sorgte letztlich sogar dafür, dass der zur Veranstaltung angesetzte Hashtag #pksm15 kurzzeitig in Deutschland auf Twitter „trendete“.

DiskussionDiese Erkenntnisse zur Filterbubble bildeten auch den Fokus in der anschließenden Podiumsdiskussion, die von Christian Krell moderiert wurde und an der Alexander Schweitzer, Holger Geißler, Jasmin Siri und Thorsten Faas teilnahmen. Als zentrale Erkenntnisse zeigte sich hier die einsetzende Ernüchterung, die sich bei der Hoffnung sozialer Medien als Katalysator für die politische Kommunikation in den letzten Jahren ergibt. So verwies Holger Geißler darauf, dass soziale Medien in erster Linie „social“ und nicht „political“ sein. Alexander Schweitzer macht aus eigener Erfahrung deutlich, dass die Filterbubble tatsächlich einer Tendenz unterliegen zu scheint, indem er dazu angab, dass unter seinen Facebook-Freunden die SPD die „absolute Mehrheit“ ausmache.

Zur Veranstaltung gab es einen Stream über Periscope, der zusätzlich auf großes Interesse stieß. Der Link der Aufzeichnung als Video-Podcast wird in Kürze veröffentlicht.

Neues Forschungsprojekt: Evaluation des Bürgerbeteiligungsverfahrens zum Klimaschutzplan 2050

In Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung begleitet der Bereich „Empirische Politikforschung“ das Bürgerbeteiligungsverfahren sowie den sich daran anschließenden Prozess der Verabschiedung zum geplanten „Klimaschutzplan 2050“. Ziel der verschiedene Methoden umfassenden Studie ist es, das Verfahren darauf zu prüfen, ob es den Kriterien guter Bürgerbeteiligung entspricht. Darüber hinaus soll erforscht werden, welche Auswirkungen das Verfahren auf die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger zu Klimaschutz, (direkter) Demokratie und Bürgerbeteiligung hat. Zudem sollen die öffentliche Meinung und der „partizipative Fußabdruck“ nachverfolgt werden.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Projektseite.

Abschlussveranstaltung „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologie“

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Am 18. November findet in Berlin (in der dortigen Landesvertretung Hamburgs) die Abschlussveranstaltung zum Projekt „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologien“ statt.

Politische Kommunikation verändert sich: Während klassische Massenmedien zunehmend unter Druck geraten, ihre Qualität infrage gestellt und ihnen Vertrauen entzogen wird, gewinnen soziale Online-Netzwerke, allen voran Facebook, an Bedeutung. So ist zumindest die öffentliche Wahrnehmung – empirische Studien dazu gibt es kaum. Dabei mangelt es nicht an spannenden Fragen: Wie informieren sich Menschen heute über das politische Geschehen? Welchen Quellen vertrauen sie? Wie vielfältig sind die Informationen, die sie erreichen? Antworten auf diese Fragen sind von zentraler Bedeutung für unsere Demokratie, denn sie braucht vielfältige Medien, denen Menschen vertrauen.

Um solche Antworten gerade mit Blick auf neue Medien zu finden, haben wir jüngst eine bundesweite Umfrage durchgeführt, die frühere Umfragen aus den Jahren 2013 und 2014 zum Themenkomplex „Politische Kommunikation und Social Media“ fortschreibt. Inzwischen haben wir die Teilnehmer der Studie fünf Mal zu ihrer „politischen Kommunikation“ befragt. Am 18. November werden wir die zentralen Ergebnisse des Projekts im Rahmen der Abschlussveranstaltung präsentieren und anschließend mit Gästen diskutieren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, dabei zu sein

am 18. November 2015
von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
in der Hansestadt Hamburg, Vertretung beim Bund
Jägerstraße 1-3,
10117 Berlin.

Um Anmeldung bis zum 8. November 2015 an thorsten.faas@uni-mainz.de oder sack@politik.uni-mainz.de wird gebeten.
 
 
Programmablauf (siehe auch Flyer der Abschlussveranstaltung)

18.00 – 18.05 Uhr: Beginn

18.05 – 18.15 Uhr: Hintergrund des Projekts
Holger Geißler (Vorstand YouGov Deutschland & Projektpate)

18.15 – 18.45 Uhr: Vorstellung der Ergebnisse des Projekts
Prof. Dr. Thorsten Faas (Projektleiter, Universität Mainz)
Benjamin Sack (Projektmitarbeiter, Universität Mainz)

18.45 – 19.25 Uhr: Podiumsdiskussion mit
Holger Geißler (Vorstand YouGov Deutschland)
Dr. Jasmin Siri (LMU München)
Prof. Dr. Thorsten Faas (Projektleiter, Universität Mainz)
Alexander Schweitzer (Vorsitzender SPD-Fraktion RLP & Projektpate)

Moderation: Dr. Christian Krell (Friedrich-Ebert-Stiftung)

19.25 – 19.30 Uhr: Closing Statement
Prof. Dr. Frank Decker (Wissenschaftlicher Leiter der Bonner Akademie)

19.30 Uhr: Ausklang bei Fingerfood und Getränken

 
Weitere Informationen zum Projekt und zur Abschlussveranstaltungen finden Sie auch auf der Projektseite sowie im Programmflyer.

Neue Publikation: M.BeeP Ausgabe 2

Seit April 2015 gibt der Bereich „Empirische Politikforschung“ die Working Paper Reihe „Mainzer Beiträge zur empirischen Politikforschung (M.BeeP)“ heraus, um auf diesem Wege aktuelle Ergebnisse unserer Forschung aus der Wahl- und Einstellungsforschung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

In der zweiten Ausgabe werden die Ergebnisse eines „Demokratie-Audits“ in Mainz, das im Frühjahr 2015 durchgeführt wurde, mittels eines Tabellenbandes dokumentiert. 1.000 zufällig ausgewählte Mainzer Bürgerinnen und Bürger wurden zu einer Befragung eingeladen, von denen 250 an der Befragung auch teilnahmen. Der Tabellenband weist die Ergebnisse sowohl insgesamt als auch differenziert nach Geschlecht, Alter, formaler Bildung und politischem Interesse aus.

Der Beitrag kann auf der Website der M.BeeP abgerufen werden.

Expertenworkshop „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Kommunikations- und Informationstechnologie“

expertenworkshopAm 29. Juni 2015 fand in Köln beim Meinungsforschungsinstiut YouGov der Zwischenworkshop des Projekts „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Kommunikations- und Informationstechnologie“ statt. Ziel des Workshops war es, die Erkenntnisse des Auftaktworkshops zu vertiefen, vor allem erste Ergebnisse aus Umfragen zu präsentieren, die im Rahmen der Hamburger Bürgerschaftswahl durchgeführt wurden. Hierdurch sollten neue Impulse mit Blick auf die anstehende Bevölkerungsumfrage gesammelt werden, die den Kern des Forschungsprojekts darstellt.

Nach einer kurzen Begrüßung und einleitenden Worten von Holger Geißler, Vorstand bei YouGov Deutschland und Praxisexperte des Projekts, stellte Prof. Dr. Thorsten Faas als Projektleiter zunächst das Forschungsprojekt und seine zentralen Fragestellungen vor. Anschließend präsentierten Thorsten Faas und Benjamin Sack, Stipendiat und Mitarbeiter innerhalb des Forschungsprojekts, Ergebnisse zur Nutzung sozialer Netzwerke im Kontext der Hamburger Bürgerschaftswahl. Durch die Auswertung getrennter Befragungen von Kandidatinnen und Kandidaten einerseits und Wählerinnen und Wählern andererseits wurde deutlich, dass die Ansprüche und Erwartungen sowie die eingeschätzte Relevanz an und von sozialen Netzwerken einer großen Diskrepanz unterliegen. Während Kandidatinnen und Kandidaten der Social Media-Nutzung durch Facebook und Twitter innerhalb des Wahlkampfes eine recht hohe Relevanz zu schrieben, wurden diese Informationsquellen von Bürgerinnen und Bürgern in erheblich geringerem Maß tatsächlich verwendet.

Daneben konnten erste Ergebnisse des Vergleichs zwischen dem Nutzungsverhalten von Twitter und Facebook präsentiert werden. Demnach zeigt sich auch im Rahmen der Hamburger Bürgerschaftswahl, dass es eine Hemmschwelle bei verschiedenen Aktivitäten gibt. Mit größerem Aufwand, beispielsweise das eigene Verfassen eines 'Posts' oder 'Tweets', sinkt die politische Nutzung sozialer Medien. Ein niedriger Aufwand, wie das Klicken des „Gefällt mir“-Buttons dagegen führt zu mehr politischer Nutzung.

Auf Basis dieser ersten Befunde wurde im zweiten Teil des Workshops angeregt diskutiert. Hier kam unter anderem erneut Valentina Kerst, Co-Vorsitzende des Vereins D64 und Geschäftsführerin der Strategischen Internetberatung topiclodge.Köln, zu Wort, die auch schon als Teilnehmerin der Podiumsdiskussion im Auftaktworkshop am 9. März 2015 zu Gast war. Neben der aufgezeigten Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung von sozialen Netzwerken durch Kandidatinnen und Kandidaten und der faktischen Nutzung durch die Wählerinnen und Wähler wurde dabei vor allem über die Frage diskutiert, ob die sozialen Netzwerke die Politikverdrossenheit abbauen können und Bürgerinnen und Bürger wieder motivieren und mobilisieren können am politischen Prozess teilzunehmen oder ob soziale Medien vorrangig nur von politisch sehr interessierten Personen verwendet werden und sich die Hoffnung der Revitalisierung politisch Entfremdeter somit nicht erfüllt. Aus dieser Diskussion nahmen die Projektverantwortlichen erneut interessante und wichtige Impulse für die weitere Arbeit an dem Projekt auf.

Evaluation des „Partizipativen Gesetzgebungsverfahrens“ zum geplanten Transparenzgesetz Rheinland-Pfalz

Als erstes Flächenland hat Rheinland-Pfalz seit dem 1. Januar 2016 ein Transparenzgesetz. Der Gesetzgebungsprozess wurde durch einen konsultativen, deliberativen Prozess der Bürgerbeteiligung erweitert: Auf einer Online-Diskussionsplattform sowie in mehreren Workshops hatten Bürgerinnen und Bürger sowie betroffene Gruppen (Verwaltung & Kommunen) und Interessenverbände die Möglichkeit, Anregungen zur konkreten Gestalt des Gesetzes zu machen.

In Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung hat der Bereich „Empirische Politikforschung“ die wissenschaftliche Evaluation des Beteiligungsprozesses übernommen. In der Beteiligungsphase (Frühjahr/Sommer 2015) wurden die Einstellungen und Erwartungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der insgesamt fünf Workshop-Veranstaltungen durch eine standardisierte Befragung erhoben. Jede Person wurde unmittelbar vor und nach der jeweiligen Veranstaltung befragt. Auch im Zuge der Abschlussveranstaltung wurden noch einmal die Einschätzungen zum Beteiligungsverfahren als Ganzes erhoben. Parallel wurde eine repräsentative Online-Bevölkerungsumfrage in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut YouGov durchgeführt. Insgesamt 750 Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer wurden zu Beginn der Beteiligungsphase befragt, um auch die Wahrnehmung und Bewertung des Beteiligungsverfahrens in der Bevölkerung erfassen zu können.

Nach Abschluss der Beteiligungsphase und der Übersendung des Gesetzesentwurfs an den Landtag trat auch die Evaluation in die zweite Phase: Im Herbst 2015 wurden die Erwartungen und Einstellungen der Initiatorinnen und Initiatoren des Verfahrens mittels Interviews erfragt. Auch wurden die Mitglieder des Innenausschusses sowie deren Stellvertreter befragt. Schließlich wurden auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltungen noch ein drittes Mal interviewt. In dieser Landtagsphase wurde auch untersucht, inwieweit die in der Beteiligungsphase entstandenen Vorschläge an das Transparenzgesetz Einzug in den Gesetzesentwurf erhalten haben („partizipativer Fußabdruck“).  

Der Endbericht der Evaluation ist inzwischen erschienen. Darüber hinaus stellen wir an dieser Stelle weitergehende Materialien zur Verfügung, nämlich die eingesetzten Fragebögen, weitere Ergebnispräsentationen und Manuskripte, Videos rund um das Gesetz und das Beteiligungsverfahren sowie weitergehende Links.


Fragebögen

Präsentationen und Berichte

Videos

Informationsvideo der Landesregierung

Die Landesregierung gibt mit dem Informationsvideo zur Abschlussveranstaltung aus der Reihe „EinKlick – EinBlick“ eine kurze Zusammenfassung über das Verfahren.


 
 

SWR-Beitrag zum Transparenzgesetz

Unter dem Titel: „Schluss mit der Geheimniskrämerei: Mit einem Transparenzgesetz öffnet Rheinland-Pfalz die Aktenschränke“ widmet sich der SWR dem Gesetzgebungsverfahren des Transparenzgesetzes. Der neuneinhalb-minütige Beitrag gibt einen kompakten Überblick über das Transparenzgesetz, lässt Landtagsabgeordnete zu Wort kommen und veranschaulicht das Gesetz an einem Beispiel.
Das Video kann unter diesem Link angesehen werden.
 
 

Auftaktveranstaltung


 
 

Abschlussveranstaltung


 
 

Mitschnitt der Tischdiskussionen bei der Bürgerwerkstatt



 
 

Links

Jahrestagung des Arbeitskreises Wahlen und politische Einstellungen

akwahlen1Vom 11. bis zum 12. Juni 2015 war der Bereich Empirische Politikforschung mit zahlreichen Beiträgen auf der diesjährigen Jahrestagung „Nichtwahl und non-elektorale Formen politischer Partizipation im Spiegel der Wahl- und Einstellungsforschung“ des Arbeitskreises „Wahlen und politische Einstellungen“ der DVPW vertreten.

Am Donnerstag präsentierten Daniela Hohmann und Thorsten Faas ihren Beitrag „Ein altes Wahlkampfinstrument im neuen Glanz: Welchen Beitrag können Haustürbesuche zur Mobilisierung von Wählern leisten? Analysen aus einem Feldexperiment im Kontext der Mainzer Kommunalwahl 2014“, der sich mit dem Mobilisierungspotenzial von Haustürwahlkämpfen beschäftigte. Haustürwahlkämpfe sind hierzulande als Wahlkampftool spätestens seit der vergangenen Bundestagswahl wieder verstärkt in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt. Durch ihre Analysen finden sie heraus, dass sich politische Haustürbesuche für die Wählermobilisierung durchaus lohnen.

Ebenfalls am Donnerstag widmete sich Julia Range in ihrem Beitrag „Krise oder Normalisierung der Demokratie: Wer will direkte Mitsprache?“ der Frage, wer direktdemokratische Mitsprache und Bürgerbeteiligung befürwortet. Grundlage für ihre Analysen stellen die Daten des Forschungsprojekts „Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie in Baden-Württemberg“ dar. Während es eher die politisch unzufriedenen und weniger gebildeten Teile der Bevölkerung sind, die mehr Beteiligung fordern, warnt sie vor dem Schluss, dass diese Personen ein breiteres Angebot politischer Partizipation auch tatsächlich nutzen würden.

akwahlen2Am Freitag folgte der Vortrag „Gegen den Bahnhof = für grün-rot? Eine Analyse des Wahl- und Abstimmungsverhaltens in Baden-Württemberg 2011“, welcher gemeinsam von Christina Eder (GESIS) und Thorsten Faas vorgetragen wurde. Eder und Faas zeichnen die Konfliktlinien um das Infrastrukturprojekt Stuttgart 21 nach und erörtern, welchen Einfluss dieses auf das Wahl- und Abstimmungsverhalten in Baden-Württemberg 2011 hatte.

Ebenfalls das Thema Stuttgart 21 behandelte schließlich Benjamin Sacks Beitrag „Der Effekt direkt-demokratischer Beteiligung auf Demokratiezufriedenheit und politisches Vertrauen“. In diesem untersucht er den oft unterstellten Einfluss der Teilnahme an direkt-demokratischen Entscheidungsverfahren auf die Demokratiezufriedenheit und das politische Vertrauen. Die erste Auswertung der Daten aus dem Projekt zu Stuttgart 21 zeigt, dass tatsächlich kurzfristige Effekte auf die Demokratiezufriedenheit zu finden sind, diese Effekte sich jedoch mit der Zeit abschwächen. Auf das politische Vertrauen kann kein Einfluss direkt-demokratischer Beteiligung festgestellt werden.

Zwischenworkshop zum Forschungsprojekt „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologie“

Am kommenden Montag, den 29. Juni 2015, findet bei YouGov, Gustav-Heinemann-Ufer 72, 50968 Köln von 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr ein Zwischenworkshop zum gemeinsam mit der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP) GmbH durchgeführten Forschungsprojekt „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologie“ statt. Im Rahmen des Workshops werden erste Ergebnisse auf Basis der anlässlich der Wahl zur Hamburger Bürgerschaft 2015 gewonnenen Daten präsentiert.

Nähere Informationen sowie das Programm können dem Workshopprogramm entnommen werden.

Ergebnisse des Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg vorgestellt

In einem gemeinsamen Projekt der Universitäten Mannheim, Tübingen, Stuttgart und Freiburg wurde im Rahmen des Demokratie-Monitorings (finanziert durch die BW-Stiftung) in den vergangenen beiden Jahren die Demokratie in Baden-Württemberg vermessen. In Mannheimer Aufgabe bestand in der Konzeption und Auswertung einer repräsentativ angelegten Befragung der Menschen in Baden-Württemberg. Nun liegen seit kurzem die Ergebnisse vor, über die unter anderem der SWR und die Südwest Presse berichteten.

Die Ergebnisse sind überdies in einer Monographie erschienen, in der auch ein Beitrag über den Mannheimer Part enthalten ist:

  • Baden-Württemberg Stiftung (Hrsg.): Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg 2013/2014, Wiesbaden: Springer VS 2015
  • Sarah Perry, Jan W. van Deth, Rüdiger Schmitt-Beck, Thorsten Faas: Bürger und Demokratie in Baden-Württemberg, in: Baden-Württemberg Stiftung (Hrsg.): Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg 2013/2014, Wiesbaden: Springer VS 2015, S. 37–150.

Video zum Projekt „Mobilisierung bei Nebenwahlen“

Anlässlich der Kommunalwahl im Mai 2014 haben wir in Mainz das Projekt “Mobilisierung bei Nebenwahlen: Ein Feldexperiment zu Mobilisierungspotenzialen von Wahlkämpfen anlässlich der Kommunalwahl 2014 in Rheinland-Pfalz” realisiert. Nachdem vor Kurzem der ausführliche Projektbericht dazu erschienen ist, gibt es nun auch eine kurze Videozusammenfassung des Projekts. In knapp 2:30 min wird auf einige der zentralen Fragen des Projekts eingegangen: Welche Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung gibt es? Wie kann Bürgerbeteiligung möglichst erfolgreich gestaltet werden? Und, welche konkreten Ergebnisse hat das von uns durchgeführte Projekt in diesem Zusammenhang erbracht? Wir wünschen viel Spaß beim Schauen des Videos!

Neue Publikation über die S21-Abstimmung und die Informationsbroschüre

electoral_studiesIn einer neuen Publikation, die in Kürze in Electoral Studies erscheint, wird die Informationslandschaft vor der Volksabstimmung zu Stuttgart21 und ihre Bedeutung für das Informationsniveau der Bürgerinnen und Bürger analysiert. Die Ergebnisse zeigen dabei, dass die "Abstimmungsbroschüre", die damals seitens der Landesregierung an alle Haushalte verteilt wurde und in der die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente aufgeführt waren, das wichtigste Element darin war: Sie hatte am Ende die höchste Reichweite, wurde breit (und in allen Bevölkerungskreisen) rezipiert und verbesserte so den Informationsstand der Bevölkerung erheblich. Deutlich wir damit, dass der Staat selbst eine wichtige Funktion im Vorfeld direktdemokratischer Entscheidungen hat - er sollte dafür Sorge tragen, dass Informationen ausgewogen und breit verteilt werden.

Auftaktworkshop zum Forschungsprojekt „Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologie“

Am 9. März 2015 erfolgte mit einem Auftaktworkshop der informelle Startschuss für das Forschungsprojekt "Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologie", welches der Bereich Empirische Politikforschung in Kooperation mit der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP) durchführt.
Nach einer Einführung in das Thema sowie einer Vorstellung der zentralen Forschungsfragen folgte eine angeregte Podiumsdiskussion, in deren Verlauf erste Fragen beantwortet und einige neue aufgeworfen wurden.

Ein etwas ausführlicherer Bericht zum Auftaktworkshop findet sich auch auf der Website der BAPP.

Neues Forschungsprojekt: Evaluation des „Partizipativen Gesetzgebungsverfahrens“ zum geplanten Transparenzgesetz Rheinland-Pfalz

transparenzgesetzIn Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung begleitet der Bereich „Empirische Politikforschung“ das Bürgerbeteiligungsverfahren zum geplanten Transparenzgesetz Rheinland-Pfalz. Ziel der verschiedene Methoden umfassenden Studie ist es, das Verfahren darauf zu prüfen, ob es den Kriterien guter Bürgerbeteiligung entspricht und welche Auswirkungen das Verfahren auf die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger zum Gesetz, zum Beteiligungsverfahren und letztlich zur Demokratie hat. Zudem sollen die öffentliche Meinung und der „partizipative Fußabdruck“ nachverfolgt werden.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Projektseite.

Neues Forschungsprojekt: Politische Kommunikation in Zeiten neuer Informations- und Kommunikationstechnologie

In Kooperation mit der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP) führen wir ein innovatives Projekt durch, welches die Veränderung der politischen Kommunikation durch neue Informationstechnologien erforscht. Ziel des Projektes ist es herauszuarbeiten, welche Effekte die Nutzung sozialer Netzwerke auf die Verarbeitung politischer Informationen, auf politische Einstellungen und das Wahlverhalten hat. Des Weiteren soll erörtert werden, welche Konsequenzen sich daraus für die politische Kommunikation in Deutschland ergeben.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Projektseite.

Aktuelle Bürgerbefragung

Derzeit führt der Bereich "Empirische Politikforschung" des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Mainz eine wissenschaftliche Befragung von Bürgerinnen und Bürgern in der Region durch. Wenn Sie von uns also einen Fragebogen per Post erhalten haben, freuen wir uns sehr über Ihre Unterstützung! Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zu unserer Forschung!

Wenn Sie Fragen haben, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung – Sie können uns sowohl telefonisch als auch per E-Mail kontaktieren. Vielen Dank!

Bericht zu Kommunalwahlprojekt in Mainz erschienen

Kommunalwahlen_ProjektberichtAnlässlich der Kommunalwahl im Mai 2014 haben wir in Mainz das Projekt "Mobilisierung bei Nebenwahlen: Ein Feldexperiment zu Mobilisierungspotenzialen von Wahlkämpfen anlässlich der Kommunalwahl 2014 in Rheinland-Pfalz" realisiert. Nun ist der Projektbericht erschienen, welcher hier heruntergeladen werden kann.

Zusammenfassung des Berichts
Im Vorfeld der Kommunalwahl 2014 in Mainz wurde ein Feldexperiment zur Untersuchung der Effektivität aufsuchender Mobilisierungsverfahren im Wahlkampf durchgeführt. Speziell ging es dabei um das Instrument des Haustürbesuchs, dem zwar aufgrund von einzelnen Erfahrungen aus der Praxis ein gewisser Erfolg bei der Mobilisierung zugeschrieben wird, welcher aber bis dahin für Deutschland empirisch nicht belegt war. Mithilfe unterschiedlicher mobilisierender Maßnahmen (Haustürbesuche versus Flyer) in verschiedenen Variationen hinsichtlich der inhaltlichen Botschaft und der Kontakthäufigkeit wurde in Mainz in 28 zufällig ausgewählten Stimmbezirken untersucht, inwiefern sich diese Instrumente auf die Wahlbeteiligung bei der Kommunalwahl 2014 in diesen ausgewählten Stimmbezirken auswirkten. Die Studie wurde durch eine Bevölkerungsbefragung abgerundet. Dieser Bericht skizziert die Idee und die Hintergründe des Forschungsprojekts sowie seinen Aufbau und seine Durchführung. Die Ergebnisse des Projekts werden im zweiten Teil dokumentiert; sie zeigen, dass persönliche Haustürbesuche in der Tat mobilisierendes Potenzial besitzen.

Rückblick: „Internet killed the TV-Star?“ – Fachtagung zur Zukunft(-sfähigkeit) des Fernsehens

mk14_beitragVorletzte Woche fand unsere Tagung „Internet killed the TV-Star?“ statt, die wir gemeinsam mit dem Forschungsschwerpunkt „Medienkonvergenz“ organisiert haben. Bereits bei der Podiumsdiskussion zum Stellenwert des Fernsehens im Internetzeitalter am Donnerstag berührten die Referenten verschiedenste Aspekte des umfangreichen Themas. Die vertiefenden Panels, in denen die Referentinnen und Referenten zu Social TV, Connected TV, Data Driven TV und Post TV sprachen, boten Raum für weiterführende Analysen. Besonders freut uns, dass die Veranstaltungen an beiden Tagen bis auf den letzten Platz ausgebucht war und uns auch im Livestream viele Interessierte folgten. Das bestätigt uns wie aktuell und relevant das Thema ist. Wer die Vorträge der Referentinnen und Referenten noch einmal nachvollziehen möchte – sowohl die Präsentationen als auch die Vortragsvideos – findet diese nach und nach auf dieser Website unter dem Reiter Medienkonvergenz 2014. Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen Vortragenden für den interessanten Input sowie den vielen interessierten Zuschauern online und offline!

Medienkonvergenz 2014: Internet killed the TV-Star?

 

Über die Tagung

 

„Video killed the radio star” hieß es 1979 in einem Song der „Buggles”. Heute stellt sich eher die Frage, ob wir bald der nächsten Generation antworten werden, dass „das Internet“ den Stern des Fernsehens zum Erlöschen brachte.

Unter dem Titel „Internet killed the TV-Star?“ veranstaltete der Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz zusammen mit uns am 27. und 28. November 2014 in Mainz eine Tagung zur Zukunftsfähigkeit des Fernsehens. Ziel der Tagung war es, jüngste Entwicklungen im Bereich des Fernsehens in unterschiedlichen thematischen Panels aufzugreifen und Fragen hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit des meistgenutzten deutschen Mediums zu diskutieren: Wie verändern sich Fernsehen und Sehgewohnheiten durch die Interaktion mit dem Internet? Was passiert mit dem traditionellen linearen Fernsehen? Gehört die Zukunft personalisierten Online-Videotheken? Welche Rolle kommt Big Data im Fernsehmarkt künftig zu? Wie passgenau sind die derzeitigen rechtlichen Regelungen für hybride TV-Formen? Oder kurz: Wie wird das Fernsehen der Zukunft aussehen?

Zur Erörterung dieser und weiterer hochaktueller Fragen brachte die Tagung „Internet killed the TV-Star?“ Experten aus Medien, Politik und Forschung zusammen, um eine Diskussion an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis zu ermöglichen.
Für alle Interessierten werden Videoclips zu den Vorträgen sowie die dazu gehörigen Präsentationen unter dem Punkt Referenten und Vorträge in den nächsten Wochen zur Verfügung gestellt.



Logoleiste

Projekttag 2014

projekttagIm Rahmen des Projekttages 2014 haben auch zwei studentische Hilfskräfte des Bereichs Empirische Politikforschung ihre Forschungsprojekte vorgestellt. Den Anfang machte hierbei Christoph Döbele mit seinem Projekt "Die Wirkung von Emotionen auf das Wahlverhalten – Eine empirische Analyse im Bundestagswahlkampf 2013". Anschließend sprach Franziska Oppermann zum Thema "Manipulieren Umfrageergebnisse die Unentschlossenen? Eine experimentelle Studie zum Informationsverhalten von Wählerinnen und Wählern".

PVS-Sonderheft 2015: “Politische Psychologie” – Autorentagung in Mainz

PVS Sonderheft 2014Drei Tage lang war Mainz in der vergangenen Woche die Hauptstadt der Politischen Psychologie. In Vorbereitung des PVS-Sonderhefts 2015, das sich genau diesem Themenfeld widmet und von Cornelia Frank, Harald Schoen und Thorsten Faas herausgegeben wird, wurden im Rahmen einer Autorentagung über 20 Papiere präsentiert und diskutiert. Herzlichen Dank an alle, die daran mitgewirkt haben – und vor allem auch die Fritz Thyssen Stiftung, die Freunde der Universität Mainz sowie die DVPW, die mit ihrer Unterstützung die Tagung möglich gemacht haben!

Live-Experiment zur TV-Debatte

tvduellIm Rahmen eines Live-Experiments hat der Bereich Empirische Politikforschung am vergangenen Donnerstag Wahrnehmungen und Wirkungen der TV-Debatte zwischen den Spitzenkandidaten der Europawahl untersucht. 36 Studierende nahmen an der Untersuchung teil und verfolgten das Fernsehduell live vor Ort. Das Projekt ist ein Teil eines europäischen Vergleichs – überall in Europa saßen an diesem Studierende und haben die Debatte verfolgt! Während der Debatte konnten die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Echtzeit bewerten, was Schulz, Juncker, Verhofstadt, Keller und Tsipras sagten. Ergebnisse gibt es in Kürze!

Studienteilnehmer gesucht

Für eine Studie zur European Debate werden ab sofort Teilnehmer gesucht. Die Studie wird am 15. Mai 2014 von 20:15 bis 22:45 Uhr durchgeführt.

Alle Teilnehmer erhalten für ihre Teilnahme 10,-€ als Belohnung.

Wenn Sie Interesse an der Teilnahme haben, so schicken Sie bitte eine formlose E-Mail an thorsten.faas@uni-mainz.de.

Neue Publikation: Aufgeholt, aber nicht aufgeschlossen

In einem jetzt erschienen Beitrag in der Zeitschrift für Parlamentsfragen analysieren Jürgen Maier, Thorsten Faas und Michaela Maier die Debatte zur Bundestagswahl 2013. Mit Hilfe von Experimental- und Real-Time-Response-Daten zeigen sie, dass insbesondere Steinbrück von dem TV-Duell profitieren konnte. Dabei konnte er aus Sicht der Zuschauer nicht nur die Debatte für sich entscheiden, sondern auch sein Image verbessern. Demgegenüber haben sich die Einstellungen zu Merkel verschlechtert, so dass per Saldo Steinbrück seinen Rückstand auf die Kanzlerin verkürzen (wenn auch keineswegs gänzlich wettmachen) konnte. Dieser für Steinbrück positive Effekt lässt sich auch noch einige Tage nach dem Duell nachweisen.

  • Jürgen Maier, Thorsten Faas, Michaela Maier: Aufgeholt, aber nicht aufgeschlossen: Ausgewählte Befunde zur Wahrnehmung und Wirkung des TV-Duells 2013 zwischen Angela Merkel und Peer Steinbrück, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, 45, 2014, S. 38–54.

Forschungsprojekt zur Mobilisierung bei Nebenwahlen am Beispiel der Mainzer Kommunalwahl 2014

In Zusammenarbeit mit der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz führen wir aus Anlass der Mainzer Kommunalwahl 2014 ein innovatives Projekt zur Erforschung von Mobilisierungspotenzialen in Wahlkämpfen durch. Hintergrund des Projektes ist der rückläufige Trend bei der Beteiligung an Wahlen, gerade bei sogenannten Nebenwahlen wie Kommunalwahlen. Ziel des Projektes ist es herauszufinden, inwiefern unterschiedliche Wahlkommunikationsmittel zur Mobilisierung verschiedener Wählergruppen beitragen können. Mehr Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Projektseite.

Wortlaute der TV-Debatten zur Bundestagswahl

Wer den genauen Wortlaut der TV-Debatten zur Bundestagswahl (“Duell” zwischen Merkel und Steinbrück; “Dreikampf” zwischen Brüderle, Gysi und Trittin) noch einmal nachlesen oder analysieren möchte, kann dies ab sofort anhand zweier neuer Publikationen tun:

Studienergebnisse veröffentlicht

chartIm Rahmen des Forschungsprojektes „Bürgerbeteiligung und Direkte Demokratie in Baden-Württemberg" im Nachgang zur Volksabstimmung zu Stuttgart 21, welches die politischen Entwicklungen und Trends in Baden-Württemberg kontinuierlich begleitet, sind jüngst ein Tabellenband sowie eine dazugehörige Präsentation der letzten telefonischen Befragung (15.07.2013 bis 16.08.2013) erschienen.

Auch knapp zwei Jahre nach der Volksabstimmung findet eine deutliche Mehrheit von über 70 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg es „gut“ oder „sehr gut“, dass die Volksabstimmung 2011 stattgefunden hat. Bezogen auf die Demokratie in Baden-Württemberg ist der überwiegende Teil der Menschen mit dem Funktionieren der Demokratie in Baden-Württemberg „zufrieden" oder „sehr zufrieden". Unzufriedenheit gibt es praktisch nicht. Zugleich vertritt eine Mehrheit der Menschen die Meinung, dass es in Baden-Württemberg genügend Möglichkeiten zur politischen Beteiligung gibt. Dabei ist das subjektive Wissen über Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung, die es in Baden-Württemberg gibt, insgesamt sehr unterschiedlich in der Bevölkerung verteilt.

Die Veröffentlichung stieß auf ein breites Medienecho, zum Beispiel bei der SÜDWEST PRESSE, der Stuttgarter Zeitung und dem Mannheimer Morgen.

Darüber hinaus hat baden-wuerttemberg.de anlässlich der neuen Studienergebnisse mit Thorsten Faas ein Interview zum Zustand der Demokratie in Baden-Württemberg geführt.

Tagungsvideos und Präsentationen der #mkbtw13

Screenshot YouTubeAuf der Tagung „Medienkonvergenz im Bundestagswahlkampf 2013“ kamen Experten aus Wissenschaft, Medien, Parteien und Beratung zusammen, um den jüngst zurückliegenden Wahlkampf aus einer integrierten Perspektive zu beleuchten. Wir freuen uns über den Anklang, den dieses Konzept bei den Referenten und Tagungsgästen fand und möchten nun die vielen guten Gedanken, die während der Veranstaltung vorgetragen wurden, einem noch breiteren Kreis zugänglich machen.

Die Videos und Präsentationen, welche die Vortragenden dankenswerterweise zur Verfügung gestellt haben, finden Sie ab sofort im Register Referenten und Vorträge. Darüber hinaus können Sie unter der folgenden YouTube Playlist alle Videos ansehen. Allen Rezipienten wünschen wir viel Spaß mit dem Material!“

Rückblick auf die Tagung „Medienkonvergenz im Bundestagswahlkampf 2013“

Vergangene Woche fand unsere Tagung "Medienkonvergenz im Bundestagswahlkampf 2013", die wir gemeinsam mit Vertretern des Instituts für Publizistik und mit Unterstützung des Forschungsschwerpunktes „Medienkonvergenz“ in der Landeszentrale für politische Bildung in Mainz durchgeführt haben. "Endlich reden wir nicht mehr über Online und Offline, sondern über Konvergenz", begeisterte sich Robert Heinrich (Bündnis 90/Die Grünen) schon bei der Podiumsdiskussion zum Auftakt. Die vertiefenden Panels, in denen die Referentinnen und Referenten den Wahlkampf aus Sicht der Medien, Parteien und Wähler darstellen, boten Raum für weiterführende Analysen. Deutlich wurde vor allem eines: Das Denken in den Kategorien „Online“ und „Offline“ ist analytisch wertlos. Ob Online oder Offline – Wahlkampfstrategien sind als ganzheitliche Konzepte zu verstehen. Dass diese Perspektive bei Referentinnen und Referenten sowie Gästen verfing, freut uns sehr!

Tagung Medienkonvergenz

Wer die Vorträge der Referentinnen und Referenten noch einmal nachvollziehen möchte – sowohl die Präsentationen als auch die Vortragsvideos – findet diese nach und nach auf dieser Website unter dem Reiter Tagung Medienkonvergenz.
Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen Vortragenden für den interessanten Input sowie den vielen interessierten Zuschauern online und offline, für die eifrig geführten Diskussionen.

Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat im von Fernsehzuschauern positiv bewerteten TV-Duell gepunktet

Untersuchung von Wahrnehmung und Wirkung des TV-Duells 2013  

Die Universität Koblenz-Landau und die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben im Rahmen eines gemeinsamen Live-Experiments Wahrnehmung und Wirkung des TV-Duells 2013 zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) untersucht. Insgesamt nahmen 362 Bürgerinnen und Bürger an der Untersuchung teil und verfolgten das Fernsehduell an den Universitäten in Koblenz, Landau und Mainz. Während der Debatte konnten sie Angela Merkel und Peer Steinbrück entweder mit Drehreglern oder mit Push-Buttons permanent bewerten und zusätzlich vor und nach dem Duell mithilfe von Fragebögen ihre zusammenfassenden Meinungen abgeben. Die Hauptergebnisse: Peer Steinbrück konnte bei den Fernsehzuschauern punkten und die Bürger haben die Debatte positiv bewertet.

Merkel hatte den besseren Start ins Duell. Gleich mit einer ihrer ersten Aussagen konnte sie einen der höchsten Zustimmungswerte der gesamten Debatte verbuchen. Allerdings erhielt sie diese Zustimmung nicht für eine Sachaussage, sondern als sie Peer Steinbrück zur Seite sprang und betonte, dass alle Politiker immer wieder Kritik ausgesetzt seien und durch "harte Zeiten gehen" (1). Am Ende der Debatte erreichten ihre Aussagen erneut eine ähnliche Akzeptanz: Ihre Absage an eine Beteiligung Deutschlands im Syrien-Konflikt (7) sowie ihre Klarstellung, dass es immer "erst um das Land, dann um die Partei und dann um die Person" gehe (8), stießen auf breite Zustimmung.

Steinbrück hatte erst nach etwa einer halben Stunde seinen ersten starken Moment. Mit seiner Kritik an Steuerhinterziehung, durch die dem Staat "Jahr für Jahr 30 Milliarden Euro" entgehen (2), konnte er bei den Zuschauern punkten. In der Endphase des Duells konnte er die Zuschauer gleich mehrmals überzeugen. Die insgesamt besten Werte erzielte er mit seiner Kritik an der Ausbildungssituation (3), gefolgt von seiner Ankündigung, im Falle einer Kanzlerschaft das Kinderbetreuungsgeld umgehend abzuschaffen (4). Ebenfalls auf breite Zustimmung stieß die Feststellung, dass die Abhörpraxis ausländischer Geheimdienste deutsches Recht verletze (5). Schließlich teilten die Zuschauer auch seine Ausführungen zur Syrien-Krise (6).

In der Debatte polarisierten die Kandidaten am stärksten mit ihren Positionen zu den Fragen, wie der Euro-Krise zu begegnen sei und wie die Lage Griechenlands verbessert werden kann.

Merkel war vor dem Duell als eindeutiger Debattensieger erwartet worden. Dieser Erwartung wurde sie nicht gerecht. Eine absolute Mehrheit deklarierte Steinbrück als Gewinner der Debatte (51 vs. 36 Prozent). Rund 17 Prozent änderten aufgrund der TV-Duell-Rezeption ihre Kanzlerpräferenz. Davon profierte Steinbrück, der im Saldo neun Prozentpunkte zulegen konnte. Merkel hingegen büßte fünf Prozentpunkte ihrer Anhängerschaft ein. Dennoch hat Merkel in Sachen Kanzlerschaft auch nach dem Duell gegenüber Steinbrück einen deutlichen Stimmenvorteil (46 vs. 38 Prozent), auch wenn Steinbrück Sympathiegewinne verbuchen konnte. Seine Bewertung verbesserte sich um 1,3 Skalenpunkte, während sich der um 0,1 Skalenpunkte gesteigerte Sympathiewert von Angela Merkel kaum veränderte.

Das TV-Duell hat das Interesse der Zuschauer am Wahlkampf erhöht. Die Debatte wurde von einer Mehrheit der Zuschauer als unterhaltsam (65 Prozent) und spannend (53 Prozent) bewertet. Damit wurden die Werte des TV-Duells 2009 deutlich übertroffen (54 bzw. 32 Prozent). Auch hat das TV-Duell seine Funktion als Wahlhilfe erfüllt. Dies bekräftigten 40 Prozent der Zuschauer. Zudem hat sich der Anteil derjenigen, die sich keinen der beiden Kandidaten als Kanzler wünschen, von 23 Prozent vor dem Duell auf 16 Prozent nach dem Duell verringert.

Diese Untersuchung wurde in Kooperation der Universitäten Koblenz-Landau und Mainz durchgeführt. Sie ist Teil des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts "German Longitudinal Election Study", deren Ziel es ist, die Wahrnehmungsprozesse und die Urteilsbildung von Wählerinnen und Wählern insbesondere während des Wahlkampfs zu erforschen. Die Studie schließt an die Untersuchungen der Forschergruppe zu den TV-Duellen 2002, 2005 und 2009 an.

PM_DUELL13.pdf

 

E-Teaching und E-Learning Projekt

In einem E-Teaching und E-Learning Projekt schafft der Bereich Empirische Politikforschung ab dem kommenden Wintersemester 2013/2014 sukzessive ein zusätzliches Angebot.

Über die Plattform Moodle werden zu Beginn ergänzende Unterlagen für die Statistik II-Veranstaltungen (beispielsweise weitere Übungsaufgaben, Glossare zu Stata-Befehlen, ergänzende Kurzeinführungen in statistische Verfahren) didaktisch aufbereitet zur Verfügung gestellt.
Das mittelfristige Ziel ist es, diese Form der medialen Begleitung auch über die Übungen hinaus und für weitere Statistik-Programmpakete (wie SPSS und R) zu erweitern und für alle Studierenden des Fachbereichs zu öffnen.

TV-Duell auf Twitter

Im Rahmen eines Forschungsprojekts im Bereich „Empirische Politikforschung" werden die Twitter-Reaktionen auf das TV-Duell im Vorfeld der Bundestagswahl ausgewertet. Es wird untersucht, inwiefern Twitter-Daten valide Messungen der Echtzeitreaktionen auf das Duell erlauben. Dabei werden zum einen das zeitliche Aufkommen, zum anderen der Inhalt der Tweets mittels automatischer inhaltsanalytischer Techniken wie etwa der Sentiment-Analyse berücksichtigt. Das Projekt untersucht ferner, ob klassische Offline-Messungen der Reaktionen auf politische Vorgänge mit Online-Messungen zusammenfallen. Somit beschreibt die Untersuchung Möglichkeiten zur Echtzeitmessung von individuellen Reaktionen auf politische Ereignisse.

Im Südwesten nichts Neues? Von wegen!

Seit mittlerweile etwas über zwei Jahren ist die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg nun schon im Amt. Und bezieht man die turbulente Phase vor der Landtagswahl 2011 sowie die erste Volksabstimmung seit 50 Jahren noch mit ein, so kann zweifelsohne der Eindruck gewonnen werden, dass es in dieser Zeit im Ländle einige Veränderungen gegeben haben könnte. Aus diesem Grund hat die Heinrich-Böll-Stiftung nun einen Band herausgegeben, der sich Baden-Württemberg aus der Perspektive der Bürgerbeteiligung nähert: Experiment Bürgerbeteiligung: Der Fall Baden-Württemberg. Teil dieser Publikation ist auch ein Aufsatz von Thorsten Faas:

  • Thorsten Faas: Im Südwesten nichts Neues? Von wegen! Zwei Jahre Baden-Württemberg im Lichte von Bevölkerungsumfragen, in: Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): Experiment Bürgerbeteiligung: Das Beispiel Baden-Württemberg, Berlin: Heinrich-Böll-Stiftung 2013, S. 22–35.

Neue Publikation zu Stuttgart 21

Im Rahmen eines von Uwe Wagschal, Ulrich Eith und Michael Wehner herausgegebenen Sammelbandes zum historischen Machtwechsel in Baden-Württemberg haben Johannes Blumenberg und Thorsten Faas die längerfristigen Einstellungen und Emotionen zum Infrastrukturprojekt „Stuttgart 21“ analysiert. Der Sammelband ist nunmehr erschienen und kann demnächst in der Universitätsbibliothek ausgeliehen werden:

  • Johannes N. Blumenberg, Thorsten Faas: Stuttgart 21: Einstellungen und Emotionen, in: Uwe Wagschal, Ulrich Eith, Michael Wehner (Hrsg.): Der historische Machtwechsel: Grün-Rot in Baden-Württemberg, Baden-Baden: Nomos 2013: S. 229–246.

Neue Publikation und MPSA

Vom 11. bis 14. April waren Thorsten Faas und Johannes N. Blumenberg bei der diesjährigen Jahrestagung der Midwest Political Science Association (MPSA) in Chicago. Dort haben sie die folgenden Vorträge gehalten:

  • Thorsten Faas: State Elections in Light of Fukushima and the Affective-Intelligence-Model: The German Case of Baden-Württemberg.
  • Thorsten Faas, Johannes N. Blumenberg: Capturing Campaign Dynamics 2.0: A Rolling Panel Study in the Run-Up to the Baden-Wuerttemberg State Election 2011.
  • Johannes N. Blumenberg: Of Hearts, Minds and Inner Conflicts: The Impact of Multiple Party Identifications on the Individual Vote Choice.

 

Darüber hinaus ist im Kontext der Studie zur Volksabstimmung zu "Stuttgart 21" ein weiterer Beitrag entstanden, welcher Anfang April veröffentlicht wurde:

  • Thorsten Faas, Johannes N. Blumenberg: Jenseits der Volksabstimmung: Einstellungen zu Stuttgart 21 und zur Demokratie in Baden-Württemberg, 2010-2012, in: Frank Brettschneider, Wolfgang Schuster (Hrsg.): Stuttgart 21. Ein Großprojekt zwischen Protest und Akzeptanz, Wiesbaden: VS Verlag 2013: S. 299 – 315.

Neue Publikation: Die Vermessung der Dynamik

In der neuen Methoden - Daten - Analysen ist ein Artikel von Thorsten Faas und Johannes N. Blumenberg erschienen, in dem sie Theorie und Praxis der rollierenden Panelbefragung näher beschreiben und das innovative Studiendesign eingehend auf seine Umsetzbarkeit prüfen. Neben der Printversion ist die mda auch als Download erhältlich.

  • Thorsten Faas, Johannes N. Blumenberg: Die Vermessung der Dynamik: Eine rollierende Panelstudie im Vorfeld der baden-württembergischen Landtagswahl 2011, in: methoden – daten – analysen: Zeitschrift für Empirische Sozialforschung, 6, 2012, S. 157–183.

 

Stellenausschreibung für Projekt zum TV-Duell 2013 #merkelsteinbrück

Für unser Teilmodul zu Fernsehduellen im Rahmen der German Longitudinal Election Study suchen wir eine/n wissenschaftliche/n Mitarbeiter/in (0,65 EGr. 13 TV-L).

Die Stelle ist ab dem 1.1.2013 zunächst für die Dauer von 2 Jahren zu besetzen. Da das Projekt auf eine weitere dreijährige Förderperiode angelegt ist, bestehen gute Chancen auf eine Verlängerung der Stelle.

Aufgabenschwerpunkte:
Organisation und Mitarbeit bei der Erhebung, Aufbereitung, Dokumentation und Analyse von Experimentaldaten zur Fernsehdebatte im Bundestagswahlkampf 2013. Die Erhebung und Bereitstellung der Daten erfolgt im Rahmen der German Longitudinal Election Study (www.gles.eu) und wird in enger Kooperation der Universitäten Koblenz-Landau und Mainz durchgeführt; ggf. kann der Arbeitsplatz an die Universität Mainz verlagert werden. Außerhalb des Beschäftigungsverhältnisses wird die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation geboten und nachdrücklich unterstützt.

Einstellungsvoraussetzungen:
Abgeschlossenes politik-, sozial-, kommunikationswissenschaftliches oder psychologisches Studium an einer Universität oder einer vergleichbaren Hochschule (i.d.R. Master- oder Diplom-Abschluss). Sehr gute Kenntnisse im Bereich der politischen Kommunikationsforschung oder der politischen Psychologie. Sehr gute Kenntnisse quantitativer statistischer Verfahren. Erfahrungen in der Durchführung von Experimenten.

Bewerbungsschluss ist der 14.12.2012 – weitere Details können dem PDF entnommen werden.

Offizielle Stellenausschreibung (PDF)